Symposium: Die Metapher im transdisziplinären Kontext

Im Juli 2017 fand in Berlin unter dem Titel “Produktive Äquivalenz. Die Metapher im transdisziplinären Kontext” ein dreitägiges Symposium statt. Neben klassischen Disziplinen, die die Metapher im weitesten Sinne als Forschungsgegenstand behandeln, wie den Literatur-, Theater- und Filmwissenschaften, der Kunst- und Bildgeschichte und der Philosophie waren auch natur- und sozialwissenschaftliche Fächer, z.B. Humangeographie, Wirtschaftswissenschaft und Neurobiologie, vertreten.

Agenda

Die insgesamt neun Panels brachten diese unterschiedlichen Perspektiven zusammen; Sprecher_innen und Moderator_innen verständigten sich in den Diskussionsrunden im Anschluss an die einzelnen Vorträge mit großer Neugierde und oftmals erkennbar hohem Dialogpotential über Fächergrenzen hinweg. Programm zum Metaphernsymposium 2017

Speaker

Für eine zweite Art der Diversität sorgte das Zusammentreffen von Sprecher_innen und Moderator_innen an verschiedenen Stationen ihrer beruflichen Laufbahn, von Studierenden, über Promovierende bis hin zu Forschenden und Lehrenden. Während einige schon zu ihren Themen publiziert hatten, sprachen andere erstmalig in einem solchen Rahmen oder über das Thema Metapher.

Während diese beiden Faktoren bereits bei der Auswahl der Beiträge Hoffnung und Ziel der Initiator_innen gewesen waren, überraschte zudem vor allem die Produktivität der methodologischen Vielfalt. Ob essayistisch oder klar ausgearbeitet, ob abgeschlossenes Argument oder Einblick in ein größeres Forschungsthema, ob spoken word, oder Lyrik, Tanz oder Lecture Performance – stets boten die Beiträge auch Gelegenheit über das Wie wissenschaftlicher Diskurse zu reflektieren.

Auch innerhalb der Panelbeiträge wurde deutlich, dass es den Sprecher_innen im Großen und Ganzen nicht etwa um die Einigung auf einen gemeinsamen Begriff der Metapher, oder um einen homogenen Metapherndiskurs ging, sondern dass an den Strukturprinzipien der Metapher – Übertragung, Äquivalenz – Möglichkeiten transdisziplinären Arbeitens ausgelotet wurden.